Queere Gemeinschaften in der Postapokalypse

Ich habe lange mit einem weißen, cis, heterosexuellen, akademischen Freundeskreis gelebt und mir nichts dabei gedacht. Mir ist gar nicht so richtig aufgefallen, dass Menschen miteinander klumpen. Und zwar nicht einfach so irgendwie miteinander, sondern mit Leuten, die ihnen ähnlich sind und mit denen sie Narrative teilen. Das ist sogar schon in den Untertönen spürbar: Irgendwann wurde mir klar, dass die große Mehrheit meines Freundeskreises nicht nur aus weißen cis-heterosexuellen Akademiker*innen bestand, sondern dass es Akademiker*innen aus nicht-akademischem Elternhaus waren. Wir teilten die Narrative, diesen in den Neunzigern natürlich nur noch latent vorhandenen „Struggle“, oft aus dem dörflichen, ländlichen Raum, manchmal als einzige*r aus der Familie, zur Uni gegangen zu sein.

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